Mittwoch, 5. Januar 2011

Wellington

Ich habe meinen Rekord gebrochen und innerhalb von 4 Tagen einen Job in Wellington gefunden. HA! Denn nachdem die Joblage in Napier nicht ganz so vielversprechend aussah, habe ich mich dazu entschlossen, nach Wellington aufzubrechen. Danke Paps, das du mir so schnell im umkonvertieren meines Lebenslaufes geholfen hast. Ich hasse Computerprogramme und wenn sie nicht funktionieren. Auf jeden fall konnte ich somit meine Lebensläufe schon am 2. Tag in den Bars und Cafes von Wellington verteilen und habe prompt einen Rückruf von einem schicken Cafe auf der Cuba Street erhalten. Als ich zum "Vorstllungsgespräch" gegangen bin (ein kurzes "wie lange kannst du arbeiten und hast du schon was erfahrung - prima wann kannst du anfangen?"-Gespräch) habe ich zuerst gedacht, ich packe das nicht. Das Cafe ist relativ nobel und unglaublich voll, jeden Tag. Aber wenn man sich nichts zutraut, kommt man auch nicht weiter im Leben, also habe ich es einfach versucht. Und es läuft! Das erste mal arbeite ich ganz selbstständig als Kellnerin, ohne das mir jemand sagt was ich machen oder tun soll. Ich serviere Brunch, Lunch, Snacks und alle erdenkliche Sorten von Kaffee (die Neuseeländer sind echt richtige Kaffee-junkies). Und es gibt tausende Arten den Kaffee zu trinken. Flat white, Latte, Cappuchino, Short Black alias Doppio, Long Black, Moccachino, USA alias americano, Affogotho (der ist echt fies: das erste mal als den jemand bestellt hat, habe ich "Avocado" verstanden. Wer bestellt ne Avocado zum trinken? Ich habs einfach aufgeschrieben und den Barista gefragt obs einen Kaffee gibt, der so ähnlich klingt wie Avocado:D:D). Dann kann der Kunde noch wählen, ob er seinen Kaffee mit Sojamilch haben will, oder ob er Skinny bzw Trim sein soll, ob "one shot/two shot" oder ob auf den Cappuchino lieber Zimt anstatt Kakaopulver soll... Die spinnen die Neuseeländer! :D Dann gibt es noch drei verschiedene Toasts und Arten wie die Eier zum Brunch bereitet werden sollen, was ich die Kunden dann jedes mal fragen muss. Also einem wird in diesem Cafe niemals langweilig. Im Gegenteil, es ist jeden Tag so voll und stressig, das ich froh bin, nur 6 Stunden am Tag zu arbeiten. Denn ansonsten würde ich abends halb tod ins Bett fallen, und das ist es das Geld nicht wert was ich bekomme. Dennoch bin ich froh endlich wieder arbeiten zu gehen, vor allem das ich über die Festtage was zu tun hatte. Das heißt nicht nur 1 1/2 fache Bezahlung wegen Public Holidays, sondern auch weniger Gedanken an zu Haus über Weihnachten. Das habe ich übrings auf ganz neuseeländische Art und Weise mit Freunden aus dem Hostel am Strand gefeiert. Silvester sind wir dann in eine Bar gegangen, was aber relativ unspektakulär war, weil es in Wellington kein Feuerwerk gab.
Jedenfalls geht es mir im Moment trotz anstrengender Arbeit sehr gut und ich wohne zurzeit wieder in einer Wohnung bis Flo kommt. Habe meinen eigenen Raum (was sehr bequem ist, wenn man arbeiten geht, weil mir keiner meinen kostbaren Schlaf rauben kann) und ich habe freies Internet. Luxusgut hier:D Bilder werden jetzt gleich hochgeladen, dann füge ich sie morgen oder später noch ein. Liebe Grüße an alle meine fleißigen Leser! :)

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