Mittwoch, 2. März 2011

West Coast/ Abel Tasman National Park

Maaan, wieder ist so viel Zeit vergangen, auf der einen Seite sehr schnell, auf der anderen Seite haben wir auch so viel neues erlebt, das ich nicht weiß wo ich anfangen soll.
Jedenfalls haben wir uns ab Stewart Island auf den Weg an die Westküste gemacht, denn seit Beginn unserer Reise haben wir uns vorgenommen, besonders viel Zeit in dieser Regenwald-lastigen Küste Neuseelands zu verbringen. Letzendlich sind wir die Strecke in knapp 3 Tagen gefahren. Und das hatte Recht gute Gründe!
Erstens: Wir waren heilfroh in unserem Auto zu sitzen, denn wir waren wieder mobil. Und wieee! HA! Bruuuummm. Flo hat irre auf die Tube gedrückt und konnte sich gar nicht mehr halten vor Freude. JAAA, los an die Westküste! Als wir dann Wanaka passiert hatten fing es wieder an zu regnen..............................................................................................................................................achja, hatten wir ganz vergessen.
Zweiter Grund: Die Westküste besteht überwiegend aus Regenwald, weil es da nur regnet! Ähhh, ok. Wo waren noch mal die Regenjacken? Gut das wir sie von Stewart Island noch ganz oben im Gepäck hatten..
dritter Grund: Der Regenwald ist Heimat vieler Tiere und Viecher. Vögel, Robben, Fische uuuuund? Richtig! SANDFLIES!! Wie gut das wir so schlau waren und uns in Hokitika noch Mückennetze für unsere Autofenster gekauft haben. Die gabs da in Meterware (das hätte schon ein Zeichen sein müssen) und Flo hat uns hübsche Netze für unsere hinteren Fenster gebastelt. Denn eine Nacht mit geschlossenen Fenstern ist der Horror, man erstickt sich sozusagen selbst.. Aber den ganzen Tag NUR im Auto zu verbringen, weil einen die Drecksviecher sonst auffressen, hat dann auch keinen Spaß gemacht. Also haben wir sozusagen das nötigsten von der Westküste gesehen.
Auf dem Haast Pass (Strecke von Wanaka nach Haast) haben wir uns ein paar Wasserfälle angesehen, dann schnell wieder ins Auto Richtung Fox und Franz Joseph Glacier, wo wir eine Nacht geschlafen haben und von einem freundlichen Deutschen die Herr der Ringe Filme bekommen haben. Wurde auch endlich mal Zeit das wir uns die angucken.. und tatsächlich, wir haben nun alle drei Teile gesehen und sind erstaunt wie viel man von Neuseeland dort wieder erkennt. Die Natur ist echt wahsinnig schön, und so einige male kann man sagen „eyyy, guck mal, war das nicht da und da?“ und dann schaut man in den schlauen Autoatlas und wirklich, dort war ein Herr der Ringe Drehort! Die Gletscher haben uns aber nicht so stark interessiert wie der Regenwald, also sind wir direkt am nächsten Tag weiter nach Hokitika gefahren, wo wir an einem See gecampt haben und von der ersten Horde Sandflies attackiert wurden. Wir haben uns danach ungefähr gefühlt wie die Orks in der Schlacht um Gordin ausgesehen haben.. gequält und blutig.
Spätestens da wurde es Zei für Mückennetze, und die haben unser Leben gerettet! :)
Dann haben wir das Pflichtprogramm aller Touristen durchgezogen und uns flott die Pancake-Rocks angeschaut, die auch wirklich sehr beeindruckend sind. Gecampt haben wir die Nacht an einem kleinen Fluss, wo wir ein nettes französisches Paar kennen gelernt haben, die uns am Abend zum Lagerfeuer eingeladen haben. Am nächsten Tag haben wir eine kleine Wanderung zu den Fox River Caves gemacht, und dabei endilch mal die unglaubliche Schönheit des Paparoa National Parks genießen können. Die Sonne schien und wir waren von den tausenden Farnen, Moosen und dem saftigen Grün des Regenwaldes enorm beeindruckt. Sogar die Flüsse sind grün und klar wie Sprudelwasserflaschenglas.. Die Höhlen waren auch sehr mächtig, aber leider hatten wir keine Taschenlampe dabei, also sind wir nur ein paar Meter rein gegangen und dann umgedreht. Als wir zurück kamen, war der Fluss plötzlich auf 5-fache Größe angeschwollen, weil das Meerwasser bei Flut in die Flussmündung einströmt. Wir waren froh, das unsere Auto noch auf dem trockenen stand.
Die Franzosen hatte am frühen Morgen noch Muscheln gesammelt und in ihrem kleinen Campingkocher gekocht. LECKER!!!! Ich habs genossen, Flo hat nur angeekelt geguckt :)
Dann sind wir in rasanter Fahrt zum Abel Tasman gefahren (mit Übernachtung auf einem Rastplatz) und schon als wir ankamen, schien die Sonne. Voller Elan haben wir uns Kayaks gemietet und einen kleinen Trip geplant. 2 Tage bis zur Bark Bay paddeln, mit Übernachtung am Anchorage Beach und Medlands Beach, und dann einen Tag wieder zurück bis zur Punetalala Bay, wo wir das Kayak abgeben und am nächsten Tag die Strecke bis Marahau zurück laufen. Und es war unglaublich schön! Wir haben alle unsere Sachen (die wir für drei Tage brauchen) in unser Kayak gepackt, meinen großen Rucksack klein gefaltet, und sind einfach losgefahren. Leider muss man die Campingplätze im Vorraus buchen, also ist man nicht ganz so flexibel. Aber es war trotzdem atemberaubend.. und die Campinplätze sind sehr schön, alle direkt am Strand. Das paddeln war zwar etwas anstrengend (am ersten Tag Wind, am zweiten Muskelkater, am dritten Wellen^^) aber die Abstände sind nie wirklich groß, sodass wir fast immer nur 1-2 Stunden gepaddelt sind. Wir hatten fast nur gutes Wetter (mit einmal Regen morgens) und wir stimmen beide darüber ein, das der Abel Tasman zu den schönsten Regionen in Neuseeland zählt..
Heute morgen sind wir um 6 Uhr aufgestanden, haben das Zelt abgebaut während wie Sonne aufging und sind 3 Stunden zurück nach Marahau gewandert. Dann sind haben wir unser Auto abgeholt, sind nach Motueka auf den Markt gefahren und haben uns erst mal wieder mit einer Menge frischem Gemüse undObst eingedeckt, und sind direkt weiter hoch zur Golden Bay gefahren.... Irgendwie kann man die Tage mit ziemlich vielem füllen wenn man will. Die sind doch länger als man machmal denkt. Nun sind wir auf einem Campingplatz in Collingwood, haben endlich mal wieder unsere Wäche gewaschen, ordenltlich geduscht und – das wichtigste- mal wieder anständig gekocht!... Wurd auch Zeit :D Flo hat erst mal den Fotoapperat gezückt um unser Festmal zu dokumentieren. Fotos lade ich die nächsten Tage hoch, wenn wir in Nelson sind.

(Danke für die vielen Nachrichten, aber zum Glück sind wie nicht in Christchurch..wir haben auch erst relativ spät mitbekommen, dass es dort wieder ein heftiges Erdbeben gegeben hat. Wir verbringen viel Zeit in der Natur und auf Campingplätzen, lesen keine Zeitung und gucken kein Fernsehen. Die Info gibst nur aus dem Radio, und da wird inzwischen stündlich drüber berichtet. Hier wird an allen Ecken und Supermärkten für Spenden aufgerufen, und es werden viele Vorräte für Christchurch gesammelt. Es ist traurig für uns, wenn wir Bilder sehen, besonders der zerstörten Cathedrale und die schönen Gebäude, die wir gerade mal vor 4 Wochen alle gesehen haben... Ich denke das volle Ausmaß haben wir immer noch nicht mitbekommen, aber wir ahnen schlimmes. Uns geht es gut, und wir werden versuchen das Auto in Nelson zu verkaufen. Ich denke die Menschen in Christchurch haben gerade anderes im Kopf als sich ein neues Auto zu kaufen...)

Flos Lieblingsstrassen..
Westkueste



Pancake Rocks

Westkueste

Paparoa National Park (Fox River Caves walk)
Sonnenaufgang im Abel Tasman

Paddeln :)



Anchorage Bay

Robben

Unser schoenster Zeltplatz

Direkt am Meer!!

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