Obwohl noch gar nicht so viel Zeit vergangen ist, bin ich schon wieder ein gutes Stück weiter gereist, und komme mit dem Blog schreiben gar nicht mehr hinterher. Aber mir gefällt working Holiday, solange man immer wieder kleine Jobs findet, kommt man mit dem Geld gut aus. Ich hätte nicht gedacht, das man sich den Urlaub damit wirklich finanzieren kann, aber es geht. Nachdem ich nach meiner WWOOfing Familie (Schreck, darüber habe ich noch gar nicht berichtet, aber da gibt es auch nicht soo viel zu erzählen) wieder in Mt Maunganui war, wo ich mich mit Stephan getroffen habe, einem Freund von Waiheke Island, haben wir beschlossen zusammen nach Raglan zu fahren. Da es keine Direktverbingung von Mt Maungaui nach Raglan gibt, mussten wir einen irre frühen Regionalbus von Mt Maunganui nach Tauranga nehmen, wo wir dann in den Intercitybus nach Hamilton gewechselt sind. Dort haben wir auf Ronja gewartet, die aus Wellington angekommen ist und wir haben eine Nacht in Hamilton übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir dann mit einem weiteren Regionalbus nach Raglan weitergefahren und mussten dort festestellen, dass alle Hostels in Raglan „Innenstadt schon ausgebucht waren, sodass wir mit einem weiteren Shuttle in die Surfschule und Backpackerunterkunft „Kariori Lodge“ gefahren sind. Eine super tolle Unterkunft, die zwar regelmäßig Busladungen junger Leute aufnimmt, aber dafür auch einiges bietet. So haben wir für 10 Dollar pro Person ein Wahnsinns BBQ Abends bekommen und es wurde richtig gefeiert . Als dann plötzlich die Musik und die Lichter ausgingen, weil Stromausfall war, haben ein paar Jungs ihre Gitarren rausgeholt und haben tolle Stimmung gemacht.
Nach zwei Tagen sind wir dann aber wieder in ein zentral gelegeneres Hostel gezogen, wo wir uns günstig Surfbretter ausleihen konnten. Alex, eine Freundin von Waiheke Island, ist mit einem weiteren Bekannten nach Raglan gekommen, der leidenschaftlicher Surfer ist. Also hat er uns kurz Privatunterricht gegeben und wir haben uns einige Stunden mit den Wellen rumgeschlagen, bis endlich mal jeder von uns auf dem Surfbrett stand. Wenn es dann mal klappt macht es super viel Spaß!! Allerdings muss man da schon einige Liter Salzwasser schlucken, da kann einem richtig schlecht von werden.. ;)
In dem Raglan-Hostel haben wir dann ein Au-Pair kennen gelernt, das mich und Stephan recht günstig mit nach Taupo genommen hat. Ronja ist mit Alex und Christian nach Auckland zurück gefahren, weil sie momentan nach Deutschland zurück fliegt. In Taupo haben wir dann eine Nacht übernachtet, und ich habe an der Rezeption unseres Hostels nachgefragt, wie ich wohl am besten nach Napier komme. Die Frau dort hat gesagt, das es sehr einfach ist von Taupo in alle Richtungen zu hitchhiken, weil es so zentral liegt. Wenn ich mich einfach an den Highway stellen würde, nimmt mich sofort jemand mit. Also habe ich mir vorher selbst versprochen, nur bei Frauen mitzufahren, habe mir ein „Napier“-Schild gebastelt und bin 2 Kilometer zum nächsten Highway gelaufen. Und siehe da, nach 20 Minuten hielt Jasmin an, eine 24-jährige Neuseeländerin, die auf dem Weg nach Napier zu einem Vorstellungsgespräch war. Also hat sie mich mir nichts dir nichts mitgenommen und ich bin umsonst von Taupo nach Napier gekommen. Wir haben uns die Fahrt über super verstanden und sie hat mir direkt die Adresse von ihren Eltern in Christchurch aufgeschrieben, bei denen ich eine Weile wohnen könnte, wenn ich mal dort bin. Seit sie mit ihrer Schwester ausgezogen ist, haben sie Räume frei und nehmen wohl öfter Leute für einige Zeit auf.
Hier in Napier sieht die Lage allerdings nicht so vielversprechend aus.
Langsam gehen die Ersparnisse meines letzten Jobs zur Neige und es wäre mal wieder Zeit für einen neuen. Die Backpacker in meinem Hostel machen alle Seasonal Work auf den Weingütern ringsum, aber scheinbar geht die Arbeit dort nächste Woche zu Ende und ich könnte nur noch für ein paar Tage dort mitarbeiten. Also habe ich mal wieder meine Connections spielen lassen und meinen alten Chef angerufen, der in Napier aufgewachsen ist. Er hat einge Verwandte hier in Napier, und ein Cousin von ihm erkundigt sich gerade mal bei seinen Bekannten nach freien Stellen in Cafes. Heute Nachmittag will er mich noch einmal anrufen und mir Bescheid geben wenn er was neues weiß.
Bis dahin muss ich mich erst mal gedulden und abwarten was die Zeit so bringt.
Hammer! unglaublich wie man so krasse Kontakte knüpft dadurch wieder weiter kommt! Super mein Gott bin ich stolz auf dich!! :)
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